Glück auf!

Werte Besucher!

Befahrung der Grube

Allgemeines
Wer will,der komm's Stadtel rauf,

betracht des Bergmanns Werk!

"Glück, schließt die Gänge auf".

Zwei Lachter tief im Berg.


Glück auf!


Jahrhunderte wurde Silber, Zinn, Kobalt, Wismut und in jüngster Zeit Uran dem Berg abgerungen und zu Tage gefördert.

Das große "Berggeschrey" ist verklungen, man beschäftigt sich heute hauptsächlich mit der Beseitigung von Bergschäden, die durch den jahrhundertlangen Bergbau entstanden sind und immer noch entstehen.

Nicht verschwunden ist der Bergmannsgruß " GLÜCK AUF " und die Wahrung und Wiederbelebung der Bergbautraditionen im Erzgebirge. Viele Vereine entstanden und wältigten alte Bergwerke auf, um den Besuchern aus nah und fern Einblick in die schwere Arbeit des Bergmannes zu gewähren und die alten Traditionen zu pflegen.

Werte Besucher!

Nicht nur der alte Bergbau aus früheren Jahrhunderten entwickelte Traditionen, auch der jüngste Uranbergbau, die " WISMUT ", kann schon auf Traditionen verweisen.

Hier in Neustädtel hat ein bis zuletzt tätiger Wismutbergmann aus Leidenschaft zu seinem Beruf sich in seinem Haus ein " Minibergwerk " geschaffen. Dieses stellt einen modernen Wismut- Bergbau dar und dient gleichzeitig der Pflege von alter und neuer Tradition.

Wenn Sie nun als Besucher dieses Bergwerk unter sachkundiger Führung " befahren ", werden Sie am Ende begeistert sein von der Attraktivität dieses kleinen Bergwerkes, Sie werden den Eindruck haben, wirklich eingefahren zu sein. Sie werden originales Gezähe und auch Maschinen bewundern können, ja Sie können diese sogar selbst bedienen und handhaben, soweit dies möglich ist.

Auf Grund der geringen Größe des Bergwerkes ist nur einem kleinen Personenkreis der Besuch möglich. Bitte melden Sie sich schriftlich oder telefonisch bei mir an und es kann ein Termin vereinbart werden.

Befahrung der Grube

Nach dem Passieren des Mundloches (Eingang) sehen Sie eine Lampen- und Selbstretterstation. Daneben Geräte der Grubenwehr. Wieder daneben eine originale Kübelstation, die Toilette des Bergmannes.

Der weitere Verlauf der Strecke zeigt Materialketscher und Hunt, Ventilator und Lufthaspel und vieles andere mehr. Links zweigt die Steigerstube ab, in der eine kleine Ausstellung zu sehen ist, in ihr werden auch bergmännisches Brauchtum gepflegt und auch gefeiert.

Über ein Gesenk erreicht man nun die " 2- Lachter " oder " 1. Sohle ". Ehe man aber hinunter steigt, sieht man noch eine Abbaustrecke mit Schrapper. Auf der Sohle werden Ihnen die verschiedensten Ausbauvarianten erläutert, sowie eine Bohrmaschine mit Teleskopstütze vorgeführt. Sie hören sogar die original Bohrgeräusche.

Das Beste ist natürlich, Sie überzeugen sich selbst. Anstehende Fragen werden selbstverständlich fachgerecht beantwortet. Eine Führung kann unter Umständen etwas länger dauern, bringen Sie also etwas Zeit mit.

Allgemeines

Dieses kleine, mit viel Liebe zur Sache aufgebaute Bergwerk entwickelt sich mit zunehmender Tendenz zu einem beliebten Treffpunkt ehemaliger Bergleute. Vor allem in der Weihnachtszeit werden die traditionellen Mettenschichten gefeiert. Es werden bergmännische Weisen und erzgebirgische Weihnachtslieder gesungen, natürlich gehört auch die bergmännische Traditionspflege dazu. Der eine und der andere erzählt Geschichten, meist selbst erlebt und in spaßiger Form aus der aktiven Bergbauzeit, wobei allerdings das Schlechte vergessen wird.

Natürlich wird auch ein zünftiges Bergmannsgedeck serviert in Form Knacker, Roster und Semmel sowie auch die traditionellen " Spackfettbemme ". Die Zeit vergeht hierbei wie im Fluge und mancher spricht nach den hochprozentigen Getränken " stereo ".

Auch dies gehört fast zur bergmännischen Tradition, dass nach der schweren Arbeit im Berg und nach der Ausfahrt, vor allem aber zu den Mettenschichten, einer " gehoben " wurde unter dem Motto eines bekannten Sprichwortes:
 

...Rostig wird die Grubenschiene,
wenn kein Hunt darüberläuft.
Frostig wird des Bergmanns Miene,
wenn er ab und zu nicht säuft!...

Hier ist eine Skizze des Bergwerks